Höher als die Wolken

FlugBaliWir sind über den Wolken geflogen! Aus dem Flugzeugfenster haben wir auf das Meer hinuntergeschaut und auf die grünen, bergigen Inseln, die darin schwimmen. Die Wolken waren so weiß und kuschelig, dass ich mich gern hätte hineinplumpsen lassen. Aber das Fenster ging nicht auf. Außerdem hat mein Papa gesagt, dass es da draußen sehr kalt und windig ist, auch wenn es friedlich und sonnig aussieht. ElwisinderLuftJetzt sind wir endlich in Intonesien, auf einer der vielen grünen Inseln. Sie heißt Bali. Schöner Name. Wenn Elwis nicht schon Elwis heißen würde, könnten wir ihn auch Bali nennen. Wir wohnen nun in einem Haus aus Holz und geflochtenen Blättern. Unten ist das Bad und oben schlafen wir. Ich würde gern üben, die steile Treppe hoch- und runterzuklettern, aber meine Mama lässt mich nicht.

Pflanzensteine unter der Kuppel

SteinpflanzenIch muss nicht mehr nach Hause fahren, um die Blumen anzuschauen, die bei meiner Omi auf dem Balkon blühen. In der Stadt, in der wir nun sind, wachsen sie unter einer gigantischen Glaskuppel. Es gibt zwei Kuppeln und sie sind so groß, dass sogar ein Wasserfall und Affenbrotbäume aus Afrika hineinpassen. Leider fehlten die Affen, aber die wollten wahrscheinlich nicht hinter Glasscheiben leben. WasserfallAm schönsten fand ich die Pflanzen, die so tun, als ob sie Steine wären, damit kein Tier sie anknabbert. Fast wären wir daran vorbeigelaufen. Andere Pflanzen haben Blätter so dick wie meine Finger, in denen sie Wasser speichern, um die Zeit ohne Regen zu überleben. Wie praktisch! Ich habe versucht, etwas Reisbrei mit Apfel in meinen Backen zu speichern, damit ich nicht so schnell wieder Hunger kriege. Aber der Brei war so lecker, den musste ich aufessen. Außerdem hat meine Mama eigentlich immer eine Banane im Rucksack.

 

Leben auf Stelzen

WasserdorfIn dem kleinen Land, in dem der Sultan und seine Familie in fantastischen Schlössern leben, wohnen manche Menschen in Hütten auf dem Wasser. Die Hütten sind aus Holz und stehen auf Stelzen, die aussehen, als könnten sie die Häuser gar nicht tragen. Wenn die Menschen sich gegenseitig besuchen wollen, laufen sie über schaukelige Stege. Image(1)Man kann jederzeit ins Wasser plumpsen, weil an den Seiten kein Geländer ist. Aber die Kinder im Wasserdorf haben keine Angst, sie spielen sogar Fangen und fahren Fahrrad auf den wackeligen Brettern. Manche Kinder wohnen an Land und gehen im Wasserdorf nur zur Schule. Sie kommen morgens mit einem Motorboot über den Fluss gesaust, das muss großen Spaß machen. Ich habe meine Mama gefragt, ob ich hier später auch zur Schule gehen darf. Mal schauen, hat sie gesagt.

Sultansglanz

Tagelang Wald, Tiere, Höhlen, und jetzt das… Wir sind in einem neuen, winzigen Land, das anders ist als alles, was wir bisher gesehen haben. ImageÜber dieses Land herrscht ein Mann, der unvorstellbar superreich ist, der Sultan. In seiner Hauptstadt stehen die prächtigsten Gebäude mit golden glänzenden Kuppeln und strahlend weißen oder bunt gekachelten Wänden. Der Sultan hat so viel Geld, weil in seinem Land Erdöl gefunden wurde. Das braucht man, um Benzin für die Autos herzustellen. Auf den Straßen sieht man nur wenige Menschen, weil kaum jemand zu Fuß geht, fast alle haben ein eigenes Auto. Eine Flasche Benzin ist hier billiger als eine Flasche Wasser. Der Sultan hat nicht nur viel Geld, sondern auch viel Macht. Wenn man nicht einverstanden ist mit dem, was er tut, darf man das nicht laut sagen, sonst bekommt man vielleicht Ärger. In einem solchen Land möchte ich lieber nicht leben, egal wie hübsch die Häuser sind.