Männer in Röcken und gelbe Gesichter

imageNun sind wir in Mianma, in einem neuen Land, das selbst mein Papa noch nicht kennt. Die Menschen hier sehen sehr unterschiedlich aus: dunkle Haut, helle Haut, kleine Nasen, große Nasen, kantige oder runde Gesichter. Die meisten Frauen bemalen sich die Wangen mit einer gelben Paste aus Holzmehl und die meisten Männer tragen Röcke. Mein Papa ist ganz neidisch, er will sich auch so ein Tuch kaufen, das man sich um den Bauch bindet. Meine Mama sagt, sie findet Hosen besser, weil die nicht so leicht herunterrutschen können. Ich glaube, das stimmt nicht, meine Hose rutscht dauernd. Ich hätte auch lieber einen Rock.

Im Zug

imageMeine Eltern haben mal gesagt, dass wir keine allzu langen Fahrten machen im Bus oder im Zug, weil ich dann so zappelig werde. Das ist diesmal total schiefgegangen. Wir saßen eine Nacht und einen ganzen Tag im Zug nach Bankok. Es hat so viel geregnet, dass die Gleise unter Wasser standen. Eigentlich hätten wir morgens ankommen sollen, aber wir waren erst abends da. Doch es war gar nicht schlimm! imageIch habe mir mit meiner Mama ein Bett geteilt und wenn wir nicht geschlafen haben, haben wir Bücher angeschaut oder ich bin durch den Zug gelaufen. Das war witzig, weil der Boden so geschwankt hat. Der Mann auf dem Bett nebenan hat mir Kekse geschenkt und das Mädchen drei Betten weiter hatte ein tolles, grünes Flugzeug, mit dem ich spielen durfte. Und als mein Papa gerade ein bisschen zappelig wurde, waren wir schon da!

Flusslichterfest

imageWir sind wieder in Tailant, wo unsere Reise begonnen hat. Gestern haben die Menschen hier ein hübsches Fest gefeiert. Sie haben den ganzen Abend lang Flöße aus Blumen, geflochtenen Blättern und Kerzen auf dem Fluss treiben lassen. Es heißt, dass die Flöße alle Sorgen, Streitereien und bösen Gedanken forttragen. Meine Mama hat auch ein Floß ins Wasser gesetzt. Ich hoffe, jetzt versucht sie nie wieder, mir die Zähne zu schrubben. Sonst haben wir ja gleich wieder Streit.