Am allerhöchsten

Ich liebe hohe Häuser. Hier in Hongkong gibt es jede Menge davon. Gestern waren wir im 45. Stock! imageDer Aufzug war so schnell oben und die Autos und Menschen unter dem Fenster so niedlich klein. Meine Mama hat mich auf die Schultern genommen, deshalb war ich am allerhöchsten von allen. Die Freundin, bei der wir hier wohnen, hat gesagt, dass chinesische Eltern ihre Kinder nicht auf die Schultern nehmen, weil das zu gefährlich ist. Wie schade! Ich habe meinem Papa gesagt, er soll auch mal ein paar chinesische Kinder auf seine Schultern setzen, damit sie merken, wie viel Spaß das macht. Aber er will nicht. Er sagt, ich bin schon schwer genug.

Steinalte Tänzerinnen

Wir haben wieder die Götter besucht, im größten Haus, das ihnen Menschen je gebaut haben. imageRiesige Türme, steile Treppen, lange Gänge… ich bin froh, dass wir uns nicht verlaufen haben. Am schönsten waren die Frauen, die an den Wänden für die Götter tanzen. Jede trägt andere Kleider und eine andere Frisur. Ich mochte die mit dem Grübchen im Kinn sehr. Doch manche Tänzerinnen sehen nicht gut aus. Ihnen fehlt ein Arm oder sie haben nur noch ihren Kopf. Meine Mama sagt, sie sind schon fast tausend Jahre alt. imageDeutsche Experten helfen den Frauen, noch etwas länger zu leben. Sie stützen sie und spritzen dann vorsichtig so was wie Kleber in den Stein, damit er nicht herunterfällt. Vielleicht werde ich auch Steindoktor. Dann kann ich jemanden retten, ohne dass er weinen muss, wenn ich ihm eine Spritze gebe.

Kutschen ohne Pferde

Ich glaube, ich habe schon fast alle Fahrzeuge ausprobiert, die es gibt. imageGroße Busse, kleine Busse, Mopeds, Tuktuks, Betchaks, Songtaos, Bemos, Züge, Taksis. Doch hier in Kambodscha fahren wir in den besten Fahrzeugen. Es sind Kutschen mit weichen Sitzen und Dach. An der Seite haben sie oft ein schön geschnitztes Holzgeländer, damit man nicht rausfällt. Es fehlen nur die Pferde. imageDie Kutschen werden von Mopeds gezogen. Wenn wir wieder zu Hause sind, möchte ich auch in so einer Kutsche fahren. Aber nur im Sommer. Denn mein Papa sagt, im Winter zieht er mich nicht, da ist es ihm zu kalt.