Heimreisen

Mein Papa sagt, dass unsere Reise jetzt zuende ist. Er hat bestimmt Recht, aber es fühlt sich gar nicht so an. imageWir saßen die ganze Nacht im Flugzeug und dort, wo wir gelandet sind, ist wieder alles neu. Die Männer tragen lange weiße Kleider und es gibt eine Spieleecke mit einem Haus für mich allein. Bald müssen wir noch mal fliegen. Und dann? Meine Omi holt uns ab, aber ich kann mich an ihr Haus gar nicht mehr erinnern. An das von meinem Opa auch nicht. Und wir drei haben gar kein Haus mehr. Bis wir eins gefunden haben, wohnen wir bei meinem Freund Jonathan. Wir ziehen wieder nach Hamburg, da bin ich geboren, sagt meine Mama. Aber wie es da ist, weiß ich auch nicht mehr. Also eigentlich geht unsere Reise doch weiter, nur zu Hause.

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Unter Trommlern

Ich habe ein neues Hobbi. Meine Mama sagt, Hobbis sind Sachen, die Spaß bringen. imageSo wie Baden und Zugfahren. Heute haben wir japanisch getrommelt. Die Trommeln heißen Taikos und manche sind fast so groß wie ich. Man reißt zwei Stöcke in die Luft und lässt sie auf die Taikos hinuntersausen, immer wieder. Das wummert richtig schön im Bauch, besonders wenn viele Leute auf einmal trommeln. Und es bringt Spaaaß! Zum Geburtstag wünsche ich mir drei japanische Trommeln, dann können Mama, Papa und ich jeden Tag zusammen üben.

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Schnellschnellzüge

Shinkansen1Ich mag Züge richtig gern. Bisher sind wir meistens Bus gefahren, aber in Japan fahren wir Zug! Hier gibt es langsame, schnelle und schnellschnelle Züge. Wir saßen im allerschnellschnellsten. Er heißt Schinkanssän und hat eine lange, weiße Schnauze. Es hat nicht gerumpelt und geruckelt, er ist einfach blitzschnell durchs Land geglitten. Meine Mama sagt, für einen kurzen Moment konnte sie den Berg Fudschi vor dem Fenster sehen. Ich hab ihn verschlafen und Nekochan auch. Shinkansen2Wir reisen jetzt zu viert, Nekochan ist meine schwarze Katze. Oma Mariko hat sie mir geschenkt. Sie hat eine platte, schwarze Schnauze und sie ist nicht schnell. Meistens muss ich sie tragen, weil sie nicht selber laufen will. Aber das macht nichts, ich mag sie trotzdem. Noch mehr als den Schinkanssän.

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Im Elefantenkunstbad

imageJapan ist doch nicht so übel. Hier leben doch lustige und nette Kinder. Und wir baden jeden Abend in einem heißen Becken. Mal allein und mal mit anderen Leuten in einem Badehaus. Ich darf zwar nicht reinspringen, nicht mal spritzen, aber es ist trotzdem schön. Danach fühlt man sich so wohlig schläfrig. imageGerade sind wir auf einer Insel, auf der überall Kunst herumsteht. Wir waren in einer leeren, grauen Halle, in der ein lila Licht geleuchtet hat. Am Strand liegt ein riesiger, gelber Kürbis mit schwarzen Punkten und in einem Haus hatte das Klo keine Tür. imageMeine Mama sagt, das ist alles Kunst. Sogar der Elefant im Badehaus. Ich wusste nicht, dass Elefanten Kunst sind. Aber meine Mama hat Recht, es sind tolle Tiere. Aber Pferde, Nasenaffen und Geckos doch auch!

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Windeln für Hunde

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das Land mag, in dem wir jetzt sind. image Es heißt Japan. Meine Mama hat früher hier gelebt, sie spricht Japanisch. Aber ich verstehe nur bai-bai. Und abunai, das heißt: Pass auf! Und dame, das heißt: Lass das! Es gibt viel, was ich in Japan lassen soll. Die großen Kinder wollen nicht, dass ich mit ihnen Sandberge auf dem Spielplatz baue. imageUnd in den Läden soll ich auch nichts anfassen. Ich glaube, manche Menschen hier mögen kleine Kinder nicht so sehr. Aber Hunde finden sie toll. Die dürfen in Kinderwagen fahren und tragen sogar Windeln. In den anderen Ländern auf unserer Reise wurden Hunde nicht mal gestreichelt… Japan ist komisch.

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Kutschen mit Pferden!

Nasenaffen, Krebse in Muscheln, Geckos und jetzt auch Pferde! imageDie Liste mit meinen Lieblingstieren wird immer länger. Wir waren in einer Stadt, in der echte Pferde Kutschen ziehen. Ich mag es, wie ihre Hufen auf den Straßen klackern. Doch sie taten mir auch leid, in der Hitze, zwischen den Autos und Mopeds. Ich durfte ein Pferd streicheln, mein Papa hat mich hochgehoben. Meine Mama stand etwas weiter weg. imageWenn sie Pferde sieht, bekommt sie sofort eine laufende Nase und tränende Augen. Deswegen waren wir auch nur kurz in der Stadt. Ein Pferd darf ich bestimmt nicht als Haustier haben. Dann müsste meine Mama so viel niesen, dass sie mir abends gar nichts mehr vorsingen kann.

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Sturm am Leuchtturm

Wenn meine Eltern mich tragen, schaukele ich gemütlich auf und ab und schaue in die Gegend. imageAls Fidelio mich getragen hat, musste ich mich festhalten, so schnell ging das, obwohl er älter ist als mein Opa! Er ist mit uns über eine verzauberte, grüne Insel gewandert. Darauf fuhr kein einziges Auto und kein Motorrad. Es gab auch gar keine Straßen, nur sandige Pfade. imageWir sind zu dem Leuchtturm gewandert, an dem Fidelio als kleiner Junge gespielt hat. Doch dann kam ein heftiger Sturm und zerstörte den Turm. So was passiert auf den Filipinen oft, sagt mein Papa. Doch wir hatten Glück, es hat nur einmal kurz genieselt.

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Matschpanscher

Ich mag Reis. Meine Mama weiß jetzt sogar, wie man welchen pflanzt. imageSie stand fast bis zu den Knien im Matsch und hat den Frauen geholfen, Reispflänzchen in den Schlamm zu setzen. Manche sind untergegangen, weil das Wasser zu tief war. Deshalb haben die Frauen mit den Händen zwischendrin immer im Schlamm gepanscht, um ihn besser zu verteilen. imageMeine Mama sagt, es ist eine harte Arbeit, weil die Sonne so brennt und weil man sich die ganze Zeit bücken muss. Ich glaube, es macht riesig Spaß, im Matsch zu panschen. Wenn wir wieder zu Hause sind, pflanze ich auch Reis.

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Im Spielhaus

Ich mag am Reisen, dass wir immer wieder Überraschungen erleben. imageIn einem Bergdorf auf den Filipinen, wo wir jetzt sind, haben wir ein Spielhaus gefunden! Dort gab es ein Hüpfnetz voller bunter Bälle, Autos, Bauklötze, andere Kinder, es war super. Ich durfte morgens und nachmittags hin und die Zeit war immer zu kurz. Meine Eltern sind wandern gegangen. Zu einem unterirdischen Fluss und zu hängenden Särgen, sagt meine Mama. Ich dachte, Särge kommen unter die Erde, aber hier hängen die Menschen sie auf. Ist auch egal, im Spielhaus war es schöner. Meine Mama sagt, dass es zu Hause normal ist, dass Kinder sich tagsüber an einem Ort treffen, an dem sie spielen dürfen. Dann freu ich mich doch drauf, dass wir bald zurückfliegen.

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Am allerhöchsten

Ich liebe hohe Häuser. Hier in Hongkong gibt es jede Menge davon. Gestern waren wir im 45. Stock! imageDer Aufzug war so schnell oben und die Autos und Menschen unter dem Fenster so niedlich klein. Meine Mama hat mich auf die Schultern genommen, deshalb war ich am allerhöchsten von allen. Die Freundin, bei der wir hier wohnen, hat gesagt, dass chinesische Eltern ihre Kinder nicht auf die Schultern nehmen, weil das zu gefährlich ist. Wie schade! Ich habe meinem Papa gesagt, er soll auch mal ein paar chinesische Kinder auf seine Schultern setzen, damit sie merken, wie viel Spaß das macht. Aber er will nicht. Er sagt, ich bin schon schwer genug.

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